Rückwärts oder vorwärts? Gibt es überhaupt den einen richtigen Weg, ein Boot in den Hafen zu manövrieren? Nicht jede Anlegestelle bietet zu jedem Zeitpunkt dieselben Bedingungen. Wetter, Windstärke und die Position anderer Segelboote am Liegeplatz beeinflussen das Anlegen.  

Je nach Segelboot kann der Wind und dessen Geschwindigkeit von Vorteil oder Nachteil beim Anlegen sein. Mit zunehmender Erfahrung wissen die Skipper nach einiger Zeit, wie ihr Boot auf die unterschiedlichen Windstärken und -richtungen reagiert. Die Bewegung des Bootes sollte in jedem Fall kontrolliert und überlegt ausgeführt werden. Nur so können Segler ihre Boote problemlos an den Liegeplatz fahren. An manchen Tagen mit Sicherheit eleganter als an anderen. 

Entspannt vorwärts in die Box

Bei richtigem Wind und freier Sicht kann der Skipper das Boot vorwärts in die Box befördern. Mit Unterstützung der Crewmitglieder am Vorschiff werden die Leinen schon vor Einlaufen mit den Dalben der Box verbunden. Erst die Luvleine, dann die Leeleine. Daraufhin kann das Boot vorwärts in die Box fahren.

Die Crew hält und kontrolliert die Leinen so lange, bis das Boot mittig steht und letztendlich mit dem Bug am Steg liegt. So kann der Skipper genau arbeiten und das Boot in Zentimeterarbeit in die Box manövrieren. Während des Einparkens kann die Crew bereits die Achterleinen ausbringen. Sobald das Heck des Segelbootes die Dalben passiert hat, können die Vorleinen eingezogen werden.

Einhandsegler und kleine Crews: Rückwärts einparken

Eine kleine Bootsbesatzung sollte das Rückwärtseinparken beherrschen. Für sie stellt es die wohl leichteste Möglichkeit dar, das Boot in die Box zu befördern. In jedem Fall fährt der Steuermann die Box bereits rückwärts an. Die Fender sollten dabei an der Reling befestigt an Deck liegen.

Sobald sich das Heck dem Steg nähert, bringt der Steuermann die Luvachterleine aus. Danach kuppelt er vorwärts ein und das Schiff kann in die Leine einfahren und nach Luv versetzen. Nun werden die restlichen Leinen belegt. Die Achterleinen können so gefiert werden, bis das Vorschiff die Dalben erreicht. Mit kontrolliertem Fieren kann der Bug des Segelbootes an den Steg gebracht werden. Die Vorleinen werden währenddessen belegt. Bei starkem Wind muss die Crew mit deutlich mehr Leinen arbeiten, damit das Boot nicht an andere Boote oder den Steg stößt.

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