So wie Holz rottet und Stahl rostet, bekommt das GFK an dem Boot Osmose. Osmoseschäden am Bootsrumpf sind nicht vorhersehbar, trotzdem kommen sie sehr häufig vor. Eine nicht behandelte Osmose kann die Struktur des Bootes dauerhaft zerstören.

Die Blasenbildung im Unterwasserbereich kann sowohl bei zwei Jahre alten Booten als auch bei 15 Jahre alten Yachten auftreten. Skipper mit einem GFK-Boot sollten sich mit dem Thema auseinandersetzen und die Osmose nicht unterschätzen oder gar ignorieren. Bevor Segler einen Törn antreten, sollten sie ihr Segelboot prüfen und wieder fit machen.

Was ist Osmose und wie tritt diese auf?

„Osmose“ beschreibt im Grunde einen in der Natur alltäglichen Prozess. Bei diesem Vorgang versuchen zwei Flüssigkeiten mit unterschiedlicher Konzentration durch eine Membran einen Konzentrationsausgleich zu erreichen. Wie blauwasser.de berichtet, entsteht die Osmose, wenn das Boot nicht optimal geschützt ist und Feuchtigkeit durch den Gelcoat eindringt. In dem Laminat des Schiffes sammelt sich dann diese Feuchtigkeit und zersetzt das Harz. Durch die steigende Feuchtigkeit steigt auch der Druck in den Hohlräumen und der Gelcoat drückt sich nach außen – Blasen entstehen.

Sollten Bootsbesitzer bei Kranung des Bootes kleine Blasen am Rumpf feststellen, sollte umgehend dagegen vorgegangen werden. Wie erwähnt sind die typischen Osmose-Bläschen unter der Gelcoat-Schicht zu finden. Enthalten die Blasen eine Flüssigkeit, sollte diese überprüft werden. Riecht die bräunliche Flüssigkeit leicht säuerlich, liegt sehr wahrscheinlich eine Osmose vor. Nach der Kranung verschwinden die Bläschen vorerst nach kurzer Zeit, wenn das Material nicht mehr mit Feuchtigkeit in Verbindung kommt. Jedoch tritt die Osmose bei erneutem Kontakt mit Wasser schnell wieder auf, wenn sie nicht behandelt wird.

Kleine Boote können meist in Eigenregie saniert werden

Bevor mit der Sanierung des Rumpfes begonnen werden kann, werden alle Altanstriche entfernt. Nachdem jede der Blasen sorgfältig geöffnet wurde, muss das Boot auf größere Schäden untersucht werden. Ist ein solcher Schaden entstanden, wird das Laminat durch Schleifen oder Fräsen freigelegt.

Nach der Trocknung des Bootes wird Epoxidharz auf die Unebenheiten aufgetragen. Um sicherzugehen, dass keine Feuchtigkeit mehr eindringt, werden davon mehrere Schichten aufgetragen. Zum Schluss wird Primer und Antifouling aufgetragen.

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