Nachdem auch Boris Herrmann mit Reparaturen an seiner „Seaexplorer“ zu kämpfen hatte, widmete er sich nun seiner Aufholjagd – erfolgreich, wie es scheint. Auf seinem Video waren einige der Teilnehmer bereits in Sichtweite.

Zu allen vier Konkurrenten, die aktuell zu der Verfolgungsgruppe auf die Führung gehören, hatte Herrmann am vergangenen Dienstag Sichtkontakt. Bei bestem Wetter und untergehender Sonne segelten die Boote von Jean Le Cam, Damien Seguin, Benjamin Dutreux und Louis Burton über das Wasser. 10 Knoten Wind und teils blauer Himmel lassen die Teilnehmer für einen Moment durchatmen. Das sind wohl die Momente auf der Vendée Globe, die es selten zu genießen gibt. Die Skipper können sich in dieser ruhigen Umgebung beispielsweise angefallenen Reparaturen widmen.

So tat es zumindest Herrmann. Einer der beiden beschädigten Hydrogeneratoren ist bereits wieder funktionstüchtig. 70 Seemeilen konnte der einzige deutsche Teilnehmer innerhalb eines Tages zu der Verfolgergruppe aufholen und liegt derzeit auf dem siebten Platz hinter Dutreux. Burton hat der Deutsche bei der Aufholjagd bereits hinter sich gelassen. Dessen Boot hat allerdings mit Problemen an der Großsegel-Mastspur zu kämpfen, so Herrmann in seinem Video. Dieser ist jedenfalls glücklich über den guten Zustand seiner „Seaexplorer“.

Bereit für die Attacke im Pazifik

Obwohl sein Rennen seit dem Start mit vergleichsweise wenig Probleme und konstanten Platzierungen verläuft, war der 39-Jährige einigen Strapazen ausgesetzt: „Die letzten zwei Wochen waren schwer für mich. Ich fand keinen Weg, das Boot schnell zu segeln. Aber jetzt läuft es gut!“ Auch für Charlie Dalin läuft es wieder besser als vor noch vor einigen Tagen.

Der Franzose meldete einen Schaden am unteren Teil des Foil-Kastens und war in den letzten Tagen mit der Reparatur seiner „APIVIA“ beschäftigt. Damit scheint er jedenfalls gut voranzukommen, da er mit rund 15 Knoten hinter dem Führungsduo Yannick Besthaven und Thomas Ruyant segelt. Von gestern auf heute hat Besthaven die Führung übernommen und segelt derzeit vor Ruyant und seiner „LinkedOut“.

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