Seit jeher versteht sich der Segelsport als nachhaltige und naturverbundene Freizeit- oder Berufsaktivität. Die Nutzung von Windenergie und der gewissenhafte Umgang mit Ressourcen tragen zu diesem Verständnis bei. Wer zum Umweltschutz beitragen will, sollte bei der Anschaffung eines Segelbootes jedoch etwas genauer hinsehen, denn auch Herstellung, Betrieb und Entsorgung spielen bei der Emission eine entscheidende Rolle.

Der Vergleich gestaltet sich dabei jedoch schwierig. Jedes Boot besitzt eine eigene Ökobilanz und kann nicht mit jedem anderen Segelboot über einen Kamm geschert werden, weshalb eine umfassende Umweltbilanz für den Segelsport gar nicht mal so einfach ist. Der Großteil der Wasserverschmutzung ist auf Arbeiten an Land zurückzuführen und einen weiteren kleineren Beitrag leistet die Schifffahrt.

Bei der Herstellung von Booten und dem verwendeten Material sollten die Unternehmen zukünftig stärker auf umweltfreundliche Werkstoffe setzen, denn insbesondere GFK-Rümpfe müssen als Sondermüll entsorgt werden. In den vergangenen Jahren kam zunehmend die Debatte auf, ob diese Rümpfe, Dieselmotoren sowie zinnhaltige Unterwasseranstriche notwendig für den Bau von stabilen und erstklassigen Booten seien.

Ökologisches Leben an Bord

Nicht nur die eingesetzten Materialien im Schiffsbau sollten ökologisch sein, das Leben an Bord trägt einen großen Teil zum ökologischen Fußabdruck des Segelsports bei. Durch bewährte Tricks können Skipper auf dem Segeltörn sicherlich einige Liter Wasser sparen, indem öfter auf die massig vorhandene Ressource Salzwasser zurückgegriffen wird. Die getankte Menge Süßwasser ist meist nur begrenzt, weshalb die Crew sparsam damit umgehen sollte. Wer umweltfreundliches Shampoo und Seife mit im Gepäck hat, kann das Meer als riesige Badewanne nutzen und sich daraufhin mit einer geringen Menge Süßwasser abspülen.

Schlauchboot beladen mit Müll auf dem Wasser

Auch die Müllversorgung an Bord sollte eine große Rolle spielen, um den Umfang von Abfällen auf einem Minimum zu halten. Auf hoher See herrscht das Verbot, Abfälle und insbesondere Plastikmüll ins Meer zu werfen. Wer auf seinem Törn auch gerne mal an Land geht, kann sich dort auf den Märkten mit regionalen Köstlichkeiten eindecken, die meist unverpackt zu erwerben sind.

Foto: Volnnata – stock.adobe.com

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