Am vergangenen Sonntag war es soweit: Der 81-jährige Skipper Jon Sanders erreichte seinen Ausgangshafen Fremantle in Australien und beendete damit seine elfte Solo-Weltumsegelung – dieses Mal in Etappen.

Am 3. November 2019 startete die Reise des Australiers. 455 Tage war er nun allein auf den Weltmeeren unterwegs. Doch nicht wie bei seinen vorherigen Weltumsegelungen ohne Stopp, sondern in Etappen. Von Fremantle ging es nach Westen über den Indischen Ozean, woraufhin er über den Südatlantik und durch den Panamakanal in den Pazifik gelangte. Nach einem Aufenthalt auf Tahiti trat Sanders dann die Heimreise nach Australien an.

21.800 Seemeilen legte er mit seiner „Perie Banou II“ zurück, was im Vergleich zu seinem damaligen Rekord wenig erscheint. Denn von 1986 bis 1988 war Sanders knapp zwei Jahre ohne Unterbrechung allein auf hoher See und segelte die beträchtliche Strecke von 71.000 Seemeilen. Bis heute gelang es keinem anderen Skipper, diese Distanz zu übertreffen.

Sinn und Zweck: Zeichen gegen die Meeresverschmutzung

Neben der Tatsache, dass er lieber segeln als zuhause rumsitzen wolle, hatte die Weltumsegelung auch einen ganz besonderen Sinn und Zweck. Sanders will mit seiner Reise ein Zeichen setzen gegen die wachsende Belastung durch die Verschmutzung der Meere.

Dafür entnahm der 81-Jährige unterwegs an unterschiedlichen Orten 214 Wasserproben und gab sie an acht Häfen ab. Dort sollen diese nun auf enthaltenes Mikroplastik untersucht werden.

Foto: Tyler Olson – stock.adobe.com

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