Der britische Skipper Alex Thomson gab bekannt, dass er die Vendée Globe abbrechen muss. Lange galt er mit seiner Top-Position als Favorit, doch der Schaden am Steuerbord-Ruder zwingt ihn nun, aufzugeben. Die Enttäuschung ist Thomson in dem Video der Bekanntgabe ins Gesicht geschrieben.

Seitdem die „Hugo Boss“ den ersten Schaden an der inneren Bug-Struktur erlitt, war Thomson Tag und Nacht mit der Reparatur beschäftigt und fiel in der Rangliste des Rennens immer weiter zurück. Er fixte das Problem und wollte gerade seine Aufholjagd starten, da trat der Ruderschaden auf. Vor einigen Tagen erreichte die Segelwelt nun die Information, dass der Skipper ohne Zwischenstopp aus der härtesten Regatta der Welt aussteigt.

Zu den Schäden an dem Boot kam eine Flautenphase und der Skipper fiel auf Platz 15 zurück. All die Rückschläge machten die Hoffnungen des 46-Jährigen zunichte. Er habe 20 Jahre auf dieses Rennen hingearbeitet und sei sehr stolz auf sein Boot gewesen. „Ich habe diesem Sport mein Leben gegeben. Das ist eine bittere Pille, die man schlucken muss“, so Thomson in seinem Video von Bord. Während der Traum für ihn zerplatzte, gibt es von Boris Herrmann weiterhin erfreuliche Nachrichten.

Herrmann kämpft sich nach vorne

Der einzige deutsche Teilnehmer liegt mit seiner Seaexplorer noch immer gut im Rennen. Nachdem er an der Suche des Schiffbrüchigen Kevin Escoffier beteiligt war, ist er zurück und hat sich mittlerweile auf den fünften Platz gesegelt. Am vergangenen Mittwochmorgen passierte der Skipper das Kap der Guten Hoffnung an der Südspitze Afrikas. „Es ist ein mentaler Meilenstein. Hier ist etwa ein Drittel des Kurses geschafft“, so Herrmann von Bord seiner Seaexplorer. Bei dem Deutschen scheint es seit Beginn der Vendée Globe also gut zu laufen. Anders sieht das bei Sébastien Simon aus.

Dieser meldete, dass ein unbekannter Gegenstand den Steuerbord-Foil seiner „Arkea-Paprec“ brechen ließ. Durch den Schaden am Schwertkasten sind nun die Führung des Schwerts und die Aufhängung nicht mehr mit dem Boot verbunden. Der Franzose widmet sich aktuell den Reparaturen und platziert sich in der Rangliste immer weiter unten. Einen Tag zuvor lag er noch auf dem vierten Platz und ist derzeit bereits auf den elften zurückgefallen.

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