Wer sich lange auf hoher See befindet, für den ist eine ausgewogene und reichhaltige Ernährung aufgrund der ständig notwendigen Konzentration besonders wichtig. Da der Stauraum begrenzt ist und auch die Frische ein Problem darstellt, sollten vor Reiseantritt einige Dinge beachtet und gut geplant werden.

Eine Mangelernährung war unter anderem der Grund, warum eine Besatzung während einer langen Seefahrt zu früheren Zeiten durchaus um die Hälfte reduziert wurde. Erkrankungen aufgrund unzureichender Vitaminversorgung konnte für den Tod auf dem Meer sorgen.

Seeleute können sich heute viel besser auf die Reise vorbereiten und sind sich über eine reichhaltige Ernährung deutlich mehr im Klaren. Da wenig Frischkost mit auf das Boot genommen werden kann und so Obst und Gemüse nur selten infrage kommen, muss die Versorgung anders gesichert werden. Der Anteil an Mineralien, Kalium und Salzen spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn so kann der Körper für einen optimalen pH-Wert in unserem Blut sorgen.

Segler an Deck mit Essen am Tisch

Da sich die meisten Vitalstoffe in Obst und Gemüse befinden und Segler während des Törns nur begrenzt Zugriff darauf haben, müssen weitere Energielieferanten in Betracht gezogen werden. So zum Beispiel Kohlenhydrate, die dem Körper als Energiequelle dienen.

Bei zu hohem Verzehr werden die Kohlenhydrate als Fett abgespeichert, was für die Gesundheit nicht gerade von Vorteil ist. Dennoch sollten Segler sie in gewissem Maße zu sich nehmen. Ballaststoffe lassen sich beispielsweise in Vollkornprodukten finden und sind für den Darm – für viele das Zentrum eines gesunden und ausgeglichenen Körpers – unentbehrlich.

Fette, Kohlenhydrate und Proteine für eine ausgewogene Ernährung

Auch gesunde Fette müssen in Form bestimmter Lebensmittel mit an Bord. Omega-3 -und Omega-6-Fettsäuren sind dabei besonders wichtig. Sie versorgen den Körper ebenfalls mit Energie, fördern das Immunsystem, schützen die Organe und liefern Vitamine. In Chiasamen, Nüssen, Fisch, Eiern und Avocados lassen sich solche Fette beispielsweise finden.

Diese Lebensmittel sind ebenfalls Träger von Aminosäuren, die vom Körper nicht selbst gebildet, sondern nur durch Nahrung aufgenommen werden können und die Grundbausteine aller Proteine sind.

Titelbild: Uwe – stock.adobe.com

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