In Neuseeland ist Peter Burling ein Volksheld. Und das nicht erst, seitdem der Steuermann mit Team New Zealand den America´s Cup 2021 gewinnen konnte.

Bereits 2017 hatte Burling die Segelnation Neuseeland mit dem Gewinn der Wettfahrt glücklich gemacht. Wie schon vor vier Jahren führte der Triumph auch in diesem Jahr zu kuriosen Szenen im Land. Von Auckland bis Queenstown wurden Menschen wieder in roten Socken gesichtet.

Seit mehr als 20 Jahren sind die Strümpfe in Rot der Glücksbringer. Und zwar genau seit 1995, als das neuseeländische Team auf der „Black Magic“ die US-Amerikaner besiegte – natürlich in roten Socken.

2017 löste Burling diese landesweite Euphorie aus, als er als bis dahin jüngster Steuermann den Favoriten Jimmy Spithill und das US-Team Oracle bezwang. Mit dem Gewinn des Cups und dem Sieg über den damaligen Titelverteidiger hatte der damals 26-Jährige Revanche genommen.

2013 lagen die Neuseeländer um Steuermann Dean Barker mit 8:1 vor dem US-Team in Führung. Die Aotearoa verspielte diesen riesen Vorsprung jedoch und nach einer der größten Aufholjagden in der Geschichte krönten sich die Amerikaner mit der Oracle noch zum Sieger des 34. America´s Cup.

Burling als bester Segler der Welt betitelt

Barker musste gehen und Burling kam. Nachdem er 2017 mit einem 7:1-Endstand alles wieder wett gemacht hatte, setzte er dem Ganzen in diesem Jahr noch ein Sahnehäubchen oben drauf. Auch sein Gegner Spithill attestierte „Pistol Pete“ daraufhin: „Das ist der beste Segler der Welt, kein Zweifel.“

Schon zu Schulzeiten war Burlings sportlicher Ehrgeiz groß und der Titel als bester Sportler der Schule in jedem Jahr das erklärte Ziel des Neuseeländers. Zudem wuchs der heute 30-Jährige mehr oder weniger auf einem Segelboot auf. 2012 startete er richtig durch und gewann bei den Olympischen Spielen die Silbermedaille. Vier Jahre später sicherte sich Burling zusammen mit Blair Tuke die Goldene.

Durch Olympia zum America´s Cup-Sieg

Seine beiden America´s Cup-Siege führt der Neuseeländer auf genau diese Erfolge zurück: „Es ist erfüllend. Olympisches Segeln macht dich zu einem besseren America´s-Cup-Segler.“ Zusammen mit seinem Landsmann Tuke wurde er zwischen 2013 und 2016 vier Mal in Folge Weltmeister im 49er.

Auch in diesem Jahr zeigte Burling wieder seine taktischen Fähigkeiten und ließ kaum Fehler zu. Für „Pistol Pete“ ziehen sich die Kiwis sicher auch beim nächsten Mal wieder die roten Socken über. Schließlich könne er sogar in einer Nussschale Gold gewinnen, sagt man über den Neuseeländer.

Titelbild: AFP

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