Das Ineos Team UK musste sich am vergangenen Wochenende der italienischen Mannschaft geschlagen geben, die im März um den Titel beim America’s Cup segeln wird.

Es ist bereits das dritte Mal in der Geschichte des America’s Cup, dass ein italienisches Team in den Wettstreit einzieht. Mit 7:1 konnte sich Luna Rossa gegen Sir Ben Ainslies britisches Team durchsetzen. Zum zweiten Mal fordert nun ein Team aus Italien den neuseeländischen Titelverteidiger im America’s Cup heraus. Vor 21 Jahren mussten sich die Italiener geschlagen geben, nun hoffen sie, den Kiwis die Trophäe abzunehmen.

Mit zwei Steuermännern zum Sieg

Die Italiener sind sich sicher, dass eine besondere Idee zu ihrem Erfolg beitragen hatte: Sie traten mit zwei Steuermännern an, die abwechselnd die Leitung übernahmen. Mit dem Jollen- und Yacht-Segler Francesco Bruni und dem Australier Jimmy Spithill konnten zwei unterschiedliche und talentierte Segler das Team zum Triumph führen.

So überzeugten sie am Finaltag noch einmal mit zwei deutlichen Siegen. Die Leichtwindschwäche der „Britannia“ spielte ihnen dabei sicherlich zusätzlich in die Karten. Das siebte Rennen gewannen sie mit einer Minute und 45 Sekunden Vorsprung vor der britischen Konkurrenz und im letzten Rennen kreuzte „Luna Rossa“ 56 Sekunden früher als „Britannia“ die Ziellinie. Der Einzug in den 36. Kampf um die silberne Trophäe des America’s Cup lässt die italienischen Fans zum dritten Mal träumen.

Bis zur Eröffnung des America’s Cup am 6. März bleiben den Italienern nun noch zwölf Tage für die Vorbereitung. Einen Pluspunkt sieht Max Sirena, Teamchef der italienischen Crew, bei seinem Team jedenfalls: „Wir sind viel gesegelt, und das könnte ein Vorteil sein.“

Der britische Traum ist geplatzt

Die Briten müssen beim America’s Cup nun mit den Zuschauerplätzen vorliebnehmen. Während die Italiener feiern und sich auf die Rennen gegen die Neuseeländer vorbereiten, ist die britische Geschichte rund um Sir Ben Ainslies in dieser Austragung zu Ende. Das Team des erfolgreichsten britischen Seglers der Sportgeschichte scheiterte nach der Premiere 2017 zum zweiten Mal in Folge. Der vierfache Olympiasieger sieht die junge Crewgeschichte als einer der Gründe des Scheiterns.

„Wir wollten den Cup gewinnen, aber das ist uns nicht gelungen. Das ist eine riesige Enttäuschung. Es ist noch ein bisschen früh, aber ganz sicher hoffen wir, dass wir weitermachen können. Ich glaube nicht, dass die Geschichte schon zu Ende ist“, zeigte sich der Steuermann nach dem Wettstreit enttäuscht, aber dennoch zuversichtlich.

Foto: America’s Cup

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