In Deutschland ist das Jollensegeln als Segelsportart beliebt. Der Deutsche Segler-Verband fördert das Jollensegeln und vertritt den Sport im Deutschen Olympischen Sportbund. Die formstabilen Schwertboote können zwar kentern, gehen dabei jedoch durch den eingebauten Auftrieb nicht unter.

An nahezu jedem größeren Gewässer finden sich mittlerweile Segelvereine, die das Jollensegeln sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene möglich machen. Bei den Klassenregatten, die von den Vereinen regelmäßig veranstaltet werden, unterscheiden die Sportler die Boote in Jollenklassen. Je nach Rumpfform, Länge, Breite, Gewicht und Segelfläche werden die unterschiedlichen Jollen den einzelnen Klassen zugeordnet und sind so auf Wettfahrten besser zu vergleichen.

Schwerpunkt über der Wasserlinie

Die formstabilen, kleinen Boote haben ihren Konstruktionsschwerpunkt über der Wasserlinie. Die aufrechte Position der Jollen kommt durch den flachen Boden des Bootes zustande, der mit dem Wasserdruck wirkt. So wird die aufrechte Fahrt über das Wasser garantiert. Hinzu kommt, dass die Boote Schwimmkörper oder ausgeschäumte Hohlräume besitzen, die einen Untergang bei einer Kenterung verhindern. Somit richten Jollen sich nach der Krafteinwirkung des Winddrucks von selbst wieder auf.

Der flache Bootsboden wirkt mit dem Wasserdruck und garantiert die aufrechte Fahrt über das Wasser.

Bei Veränderungen des Winddrucks und starken Böen muss die Crew handeln. Die Mitglieder verlagern dann ihr Gewicht in Luv (dem Wind zugewandt) nach außen. Die Crew muss also dem Wind standhalten und den Schwerpunkt der Jolle so verändern, dass diese sich stabilisieren kann. Bei zu langsamem Einschreiten kentert das Boot nach Luv oder Lee (vom Wind abgewandt).

Ausrüstung für die Jolle

Für einen Segeltörn auf einer Jolle bedarf es einer gewissen Ausrüstung. Zunächst sollten Jollensegler stets eine Regenjacke im Gepäck haben. Wenn der Himmel auf dem kleinen Boot seine Schleusen öffnet, sind Segler auf der Jolle ansonsten schutzlos. Dasselbe gilt für sonnenreiche Tage. Auch dabei ist ein Schutz für den Kopf von Nöten. Aufgrund des Windes kann es schon mal vorkommen, dass die Skipper die Einstrahlung der Sonne vergessen.

Neben rutschfesten Schuhen sowie Handschuhen sollten auf der Packliste für den Jollen-Trip unbedingt Westen stehen. Insbesondere bei geringer Kenntnis der Crew sollte für jedes Mitglied eine Weste an Bord sein. Ein Handy kann für den Notfall sicher nicht schaden. Für den Wassersport gibt es Hüllen, die das Handy auch auf dem Boot schützen.

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