Seit mehr als einem Monat sind die Skipper der Vendée Globe nun auf den Weltmeeren unterwegs. Die härteste Regatta der Welt fordert die Teilnehmer bis an ihre Grenzen und zwingt jedes Jahr einige zur Aufgabe. Warum ist das Rennen einerseits so beliebt und andererseits so gefürchtet?

Wer war der erste Sieger? Was ist der Rekord auf der Vendée Globe? Wie ist das Leben an Bord während des Rennens? 123segelsport.de stellt Wissenswertes über die härteste Regatta der Welt vor. An den Weihnachtstagen können Sie mit ihrem Wissen glänzen und die Verwandtschaft mit Sicherheit vom Hocker hauen.

1. Durchschnittliche Abbruchquote

In den ersten acht Auflagen der Vendée Globe schafften es nur 89 von 167 Teilnehmern in den Zielhafen. Die Abbruchquote liegt im Durchschnitt bei 45 Prozent.

2. Erster Skipper mit Weltumsegelung

Der erste Segler, der eine derartige Weltumsegelung nonstop erreichte, war Sir Robin Knox-Johnston. 1968/69 segelte er sein Boot in 313 Tagen über die Weltmeere. In Sachen Dauer hat sich in den darauffolgenden Austragungen der Vendée Globe einiges getan.

3. Beschaffenheit der Boote

Die Yachten der Skipper sind 18,30 Meter lang und inzwischen mit Foils ausgestattet. Auf diesen können sie über das Wasser gleiten. Moderne Autopiloten steuern die Boote und dienen den Skippern als Unterstützung. Mittlerweile können die Yachten bei guten Bedingungen Geschwindigkeiten von bis zu 40 Knoten erreichen.

4. Rekord für die schnellste Weltumsegelung

Ende der 60er Jahre benötigte Knox-Johnston noch 313 Tage für die Solo-Weltumsegelung. 2014 stellte der Franzose Armel Le Cléac’h einen Rekord auf, der bis heute besteht: Er umrundete die Welt im Zuge der Vendée Globe innerhalb von 74 Tagen, 3 Stunden und 36 Minuten.

5. Mount Everst der Meere

Die Regatta ist weltweit auch als Mount Everest der Meere bekannt. Die Route der Vendée Globe ist so hart wie keine andere und zwingt jährlich mehrere Skipper in die Knie. Als Sieger des Rennens gingen in der Geschichte der Vendée Globe bislang nur Franzosen hervor.

6. Leben an Bord

Die Boote besitzen seit kurzem Foils, auf denen sie phasenweise segeln können. Dadurch sind die Skipper starken Bewegungen ausgesetzt und halten sich größtenteils unter Deck auf. Dort planen sie ihre Route und entscheiden von Tag zu Tag neu.

Im Hinblick auf die optimale Gewichtsverteilung im Boot müssen die Skipper Segel, Verpflegung und Ersatzmaterialien ständig umlagern. Als Verpflegung dient gefriergetrocknete Nahrung aus der Tüte, wie es von der Raumfahrt bekannt ist.

7. Dauer der Vendée Globe

Die Strecke der Regatta beträgt 21,638 Seemeilen, was umgerechnet 40,075 Kilometern entspricht. Nach etwa 70 Tagen macht man sich bereit, um im Start- und Zielhafen Les Sables d’Olonne die ersten Boote zu erwarten.

8. Schlaf während der Regatta

An Schlaf ist während der strapaziösen Weltumsegelung kaum zu denken. Nur wenige Stunden pro Tag kommen die Skipper zur Ruhe. Diese teilen sie sich oftmals in Einheiten von 10 bis 30 Minuten auf.

9. Corona-Regelungen

Eine Woche vor dem Start der Vendée Globe begaben sich die Skipper in Isolation, woraufhin ein letzter Test am 6. November über die Teilnahme entschied.

10. Fans im Starthafen

Üblicherweise ist am Start- und Zielhafen mit einem riesigen Ansturm von Menschen zu rechnen, die die Skipper verabschieden oder nach der Reise auf sie warten. Corona-bedingt waren zum Start in diesem Jahr nur 5.000 Besucher nach einer Online-Registrierung zugelassen.

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