Olympia in Tokio steht kurz bevor und Segeln ist längst ein großer Bestandteil der Spiele. Der Segelsport sollte schon bei den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit 1896 zum Programm gehören. Die schlechten Wetterverhältnisse machten dieser Premiere aber einen Strich durch die Rechnung. Erst vier Jahre später in Paris wurde Segeln olympisch.

Was heute unvorstellbar ist: 1900 segelten auf der Seine alle olympischen Bootsklassen bei einer Wettfahrt. Die Disziplinen und Bootsklassen haben sich seit der olympischen Premiere und einer Olympiapause 1904 ständig verändert. Standardisiert wurden die Bootsklassen immer nach und nach, was auch der wechselnden Popularität der Gattungen geschuldet war.

Von Beginn an durften Frauen Mitglieder eines Segelteams sein. Aber erst 1988 in Seoul gab es eigenständige Segelwettbewerbe für Frauen. Windsurfen, das zunächst als Lechner, später als Mistral bezeichnet wurde, ist auch erst seit den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles Teil des Programms. Doch zunächst nur für Männer, erst seit 1992 surfen auch Frauen um Medaillen.

Zehn Disziplinen bei Olympia 2021

In diesem Jahr treten Männer und Frauen in insgesamt zehn Disziplinen an. Von Einhandjollen Laser Radial über die 49er Klasse bis hin zum Nacra 17-Multihull für Mixed-Teams ist bei den Bootsklassen so einiges vertreten.

Segeln mit dem Laser
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Die olympische Einmannklasse ist seit vielen Jahren vor allem mit einem Namen verbunden: Paul Elvstrøm ist einer der erfolgreichsten Segler dieser Klasse. Zwischen 1948 und 1960 gewann der Däne vier Mal Gold bei vier aufeinanderfolgenden Olympischen Spielen. Der Engländer Ben Ainslie stellte Elvstrøms Rekord 1996 mit dem Gewinn der Silbermedaille ein. Von 2000 bis 2012 hatte er ebenfalls vier Mal in Folge Gold gewonnen. Auch die beiden Brasilianer Robert Scheidt und Torben Grael schafften es bisher auf fünf Medaillen.

Jochen Schümann als erfolgreichster deutscher Olympiasegler

Zu den erfolgreichsten Olympia-Seglern zählt auch Jochen Schümann, der sich drei Mal über Gold freuen konnte. Die meisten Medaillen bei den Frauen gingen an die Windsurferin Alessandra Sensini. Die Italienerin sicherte sich 1996 in Atlanta Bronze, 2000 in Sydney Gold, in Athen 2004 erneut Bronze und 2008 in Peking Silber.

Die erfolgreichste Nation im Segeln – gemessen an der Medaillenzahl – sind die USA mit 18 Goldmedaillen.

2024 soll mit dem Kitesurfen eine weitere Trendsportart olympisch werden. Zweierteams segeln dann im Mixed-Format um Olympiamedaillen.

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