Die Wasserpest „Elodea“ ist in den Seen in Nordrhein-Westfalen nichts Neues. Schon seit Jahren beeinträchtigt die ursprünglich aus den USA stammende Pflanze den Wassersport. Das Algenwachstum ist an den Seen an der Ruhr unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Menge der Algen hängt von der Sonneneinstrahlung ab. Nach sonnigen Tagen kann Elodea um 10 cm pro Woche wachsen.

Ein üppiger und dichter Teppich erschwert es den Booten, sich fortzubewegen. Aufgrund des massiven Algenwachstums steigt das Risiko, dass Boote kentern und Schwimmer sich in den Pflanzen verfangen und im schlimmsten Fall ertrinken.

Besteigung der Pflanzen durch Mähboote

Die Mitglieder des Ruhrverbands haben begonnen, aktiv gegen die natürlichen Schädlinge zu kämpfen. Mähboote können als Hilfsmittel gegen die Wasserpest eingesetzt werden. Diese können jedoch nur verwendet werden, wenn die Pflanzen bereits dicht an die Oberfläche gewachsen sind. Erst dann ist die Sicht gut genug, um die Algen abzumähen und sie, bis sie nachwachsen, kurzzeitig loszuwerden.

Baldeneysee in Essen neben dem See sind Bäume und eine grüne Wiese
Bei sonnigem Wetter wachsen die Algen bis zu 10 Zentimeter pro Woche.

Das Mähboot fährt am See entlang und reinigt die Oberfläche von den Algen. Markus Rüdel vom Ruhrverband berichtet, dass aufgrund des zunehmenden Algenbefalls ein zweites Boot aus den Niederlanden für den Baldeneysee angefordert wurde. In der Saison 2018 wurden rund 768 Tonnen Algen aus dem Baldeneysee in Nordrhein-Westfalen geholt. Die Zahl ist im Jahr 2019 zwar leicht zurück gegangen, im aktuellen Jahr jedoch wieder deutlich gestiegen.

Modernste Entwicklungen zur Algenbekämpfung

Abhilfe soll nun ein GPS-Fahrassistent bringen. Das System soll es möglich machen, Mähgebiete zu identifizieren und systematisch abzufahren. Das System wurde speziell für die Mähboote entwickelt, um die Wasserpest effizient zu bekämpfen.

Nach der Testphase ist das System nun in der Lage, das Boot vollautomatisch zu steuern und die Algen abzumähen. Auf den anderen betroffenen Seen der Region wurde bereits Interesse an der neuen Erfindung gezeigt. Das System könnte endlich Abhilfe schaffen und den Wassersport wieder problemlos ermöglichen.

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