Viele Jahre galt der Segelsport hinsichtlich des Kostenaufwands als teures Hobby und Elite-Sportart. In den Anfängen des Sports fuhren meist privilegierte Menschen bei den Regatten. Mit der Zeit wandelte sich das Image der Sportart. Heute gilt sie eher als Breitensport.

Die Ursprünge des Segelsports liegen in Irland. Im 18. Jahrhundert wurde dort der erste Yachtclub eröffnet. Die erste Regatta startete 1749 und wurde vom Prince of Wales ins Leben gerufen. Es war die erste Wettfahrt, bei der die Teilnehmer einen Pokal gewinnen konnten.

Der erste Segelclub in Deutschland

Die Anfänge des deutschen Segelsports lassen sich nach Stralau, Berlin zurückverfolgen. Der erste Segelclub eröffnete 1835. Heute gibt es diesen Club nicht mehr. Der Segelclub Rhe in Königsberg wurde 20 Jahre nach dem Stralauer gegründet und ist somit der älteste noch bestehende Segelclub Deutschlands.

1851 wurde der „America’s Cup“ ins Leben gerufen und gilt bis heute als eines der angesagtesten Wettfahrten im Segelsport. Unter den deutschen Wettkämpfen ist die Kieler Woche der älteste und bekannteste. Diese verzeichnet ihre erste Wettfahrt im Jahr 1882. Mehr als 10 Jahre später sollte die Sportart ursprünglich in die Olympischen Spiele integriert werden. Da die Wetterbedingungen allerdings nicht den Voraussetzungen für gelungene Fahrten entsprachen, feierte der Segelsport erst 1900 in Paris sein olympisches Debüt.

Kaiser Wilhelm II fuhr Regatten mit seiner Segelyacht „Meteor“

Teilnehmer der Kieler Woche war 1891 unter anderem Kaiser Wilhelm II. Mit seiner Segelyacht „Meteor“ fuhr er mit Konkurrenten aus aller Welt um die Wette. Unter diesen waren beinahe ausschließlich Aristokraten, was den Sport vielleicht bis in die heutige Zeit prägt.

Doch mit der Zeit wurde der Segelsport beliebter und immer mehr Segelvereine boten Interessierten die Möglichkeit, die Sportart kennenzulernen. Der Trend ging nun also weg von dem Elite-Sport und hin zu einer Sportart für jedermann. Boote und Ausrüstung können seitdem in den Clubs geliehen oder gemietet werden. Damit sind die abschreckenden Kosten geringer, die der Kauf eines Bootes mit sich bringt. Der Kunststoff GFK (glasfaserverstärkter Kunststoff) lieferte mit dem Ersatz für das Holz im Hinblick auf die Produktion einen Fortschritt: Die Boote konnten damit schneller und einfacher hergestellt werden und die Kosten verringerten sich dadurch.

Der Segelsport ist neben den sportlichen Wettfahrten der kleinen und großen Regatten also auch eine Leidenschaft und ein Hobby. Mit der richtigen Erfahrung, Fitness und Taktik können Segler losfahren, um die Welt und ihre Meere zu erkunden.

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