Nach der erfolgreichen Teilnahme und dem fünften Platz bei der Vendée Globe gibt es für Boris Herrmann erneut einen Grund zum Feiern. Seit Tagen zeigte es das Klassement bereits an und nun ist es offiziell: Der deutsche Skipper fährt mit seiner persönlichen Segel-Formel den Sieg der Imoca-Serie ein.

Von vornherein stand für den Hamburger eins fest: Er möchte viel segeln und dabei wenig kaputtmachen. Mit seinem diesjährigen Erfolg bei der Vendée Globe konnte Herrmann die Serienmeisterschaft mit Events von 2018 bis 2021 für sich entscheiden. Nicht nur seine Glanzleistung bei der französisch geprägten Solo-Weltumsegelung ist eine historische Erstleistung, sondern nun auch der Sieg der Imoca-Serie.

Denn auch die Serie ist wie die Regatta stets mit starken französischen Skippern an der Spitze besetzt. Doch in den vergangenen Jahren nahm Herrmann an allen wichtigen Rennen der Serie teil und – ganz wichtig – konnte jedes davon beenden. Damit verwies er Yannick Bestaven und Charlie Dalin auf den zweiten und dritten Platz.

Mehrwert: Viel segeln und wenig kaputtmachen

Dass der Skipper mit Blick auf das Finale in Form der Vendée Globe keine vorherige Regatta der Serie ausließ, hatte einen Grund: „Um uns gut vorzubereiten, sicher zu segeln, Mehrwert für unsere Partner zu kreieren und das Projekt weiterzuentwickeln, wollten wir so viel segeln wie nur möglich“, so der Deutsche über seine Offensive in den Jahren 2018 bis Anfang 2021.

Die Imoca-Serie bietet den Skippern eine besondere Chance, sich auf den harten Wettstreit der Vendée Globe vorzubereiten und die Boote und eigenen Fähigkeiten zu testen. Herrmanns behutsamer Segelstil hat sich bewährt und ihm und seinem Team letztlich den gewünschten Erfolg gebracht.

Trotz der Freude über den Sieg blickt der Deutsche auch auf die Konkurrenz und weiß seine Möglichkeiten noch einmal mehr zu schätzen: „Natürlich bin ich hocherfreut, aber wir müssen auch ehrlich bleiben. Ich denke, dass Yannicks Projekt später als unseres begonnen hat und nicht jeder den finanziellen Hintergrund oder die Planungsmöglichkeiten hatte, um an allen Rennen teilzunehmen.“

Fotos: Vendée Globe

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