Als eine der sechs teilnehmenden Frauen bei der Vendée Globe ist Isabelle Joschke derzeit die bestplatzierte. Sie scheint in Angriffslaune zu sein und konnte sich nun in die Top 5 vorkämpfen.

Die Deutsch-Französin holte fast unauffällig zu ihrer Konkurrenz auf und liegt aktuell auf dem fünften Rang. Dies gelang der 43-Jährigen insbesondere durch Beharrlichkeit und konstant gute Positionierungen. Seit der Aufgabe von Samantha Davies ist Joschke die erfolgreichste Skipperin der Regatta. Für sie ist es die erste Vendée Globe, weshalb ihre Leistungen noch mehr Aufsehen erregen als ohnehin schon. Die Geheimzutat im Erfolgsrezept? Kampfgeist.

Laut dem Online-Magazin „Yacht“ seien Hartnäckigkeit. Zielstrebigkeit und Management-Qualitäten die Stärken der zierlichen Sportlerin. Der von ihr mitgegründete Segelverein Horixon Mixité fördert die Gleichstellung von Geschlechtern, für die sich die Seglerin einsetzt. Nachdem der Start bei dem Rennen eher verhalten verlief und Joschke zwischenzeitlich mit technischen Problemen zu kämpfen hatte, läuft es für die Skipperin nun seit einigen Wochen äußerst gut. An der Spitze des Rennens bleibt weiterhin Yannick Besthaven , der seinen Vorsprung vor seinem ehemalig führenden Konkurrenten Charlie Dalin noch weiter ausbauen konnte. Boris Herrmann segelt weiterhin konstant und bleibt Kopf-an-Kopf mit Jean Le Cam in der Verfolgergruppe. Vor einigen Tagen überraschte der Deutsche plötzlich mit einer Aufholjagd.

Herrmann beschenkte sich an Weihnachten selbst

Am Weihnachtsmorgen segelte Herrmann auf dem dritten Platz in der Gesamtwertung der Regatta und konnte es selbst kaum fassen. „Dritter bei der Halbzeit, das hätte ich mir nie erträumt. Ein schönes Weihnachtsgeschenk für uns alle und vor allem für die, die so hart für dieses Projekt gearbeitet haben“, so Herrmann auf Twitter.

Derzeit liegt Herrmann auf dem siebten Rang und liefert sich seit einigen Tagen ein Duell mit Le Cam. Am Sonntagmorgen trennten die beiden Teilnehmer keine zwei Seemeilen. Nun geht es für die Skipper in Richtung des Längengrades von Point Nemo. Hinsichtlich seiner „Seaexplorer“ zeigt sich Herrmann äußerst zuverlässig.

„Momentan ist mein Boot zu hundert Prozent okay. Das kann man vermutlich über nicht viele der anderen Boote sagen“, so der Deutsche in einem Video von Bord. Er hofft auf geringe bis keine Meilenverluste und keine Brüche.

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