Unter Wassersportlern ist die Müritz bekannt: Auf dem größten deutschen Binnensee fühlen sich neben Wasserskiläufern und Surfern auch Segler wohl. Die Müritz ist Teil eines Nationalparks innerhalb der Mecklenburgischen Seenplatte, der 1990 als Schutzgebiet ausgewiesen wurde.

Etwa 50 Prozent des Ostufers der Müritz sind dem Naturschutzgebiet des Müritz-Nationalparks zuzuweisen. An diesen Stellen darf das Ufer weder betreten noch darf an diesem angelegt werden. Seltene Flora und Fauna ist dort zu Hause und soll von Wassersportlern nicht zerstört werden. Gelbe Tonnen zeichnen das gesperrte Areal aus.

Selbst die Elbe ist zu erreichen

Die gute Vernetzung der Müritz lässt Seglerherzen höherschlagen. Im Norden ist die Müritz durch den Reeckkanal mit dem Kölpinsee verbunden. Als Teil der Müritz-Elde-Wasserstraße, einer Bundeswasserstraße, können Segler von der Müritz über den Kölpinsee und andere Seen unter anderem die Elbe erreichen. Dabei ist Vorsicht geboten: Eine Brücke verläuft über den Reeckkanal, sodass Segler dort nur mit gelegtem Mast fahren können. Insbesondere im nördlichen Teil der Müritz sollten Segler auf die Geschwindigkeit achten. Die Wasserschutzpolizei ist dort mit Booten vertreten.

Der südliche Teil der Müritz schließt an ein Gewässernetz aus unzähligen Seen und Kanälen an. Die Müritz-Havel-Wasserstraße ist ebenfalls nur mit gelegtem Mast befahrbar und führt zur Havel sowie nach Berlin.

Was erwartet Segler und ihre Boote?

Für einen Binnensee eher ungewöhnlich kann die Müritz bei Zeiten schonmal Wellen mit Höhen von bis zu 1,5m bei Windstärken von fünf bis sechs auf der Beaufortskala aufweisen. Gewitter und Stürme sind dort also keine Seltenheit.

Um die Müritz komplett zu befahren, sollten Segler ein Boot mit möglichst geringem Tiefgang besitzen. Noch besser wäre hier ein variabler Tiefgang. Innerhalb des ausgezeichneten Fahrweges müssen die Segler bei Booten mit bis zu 2m Tiefgang keine Angst vor dem Aufsetzen haben. Auch Ortsfremde finden den Weg durch ein mit Tonnen begrenztes Fahrwasser. Dennoch sollten Segler zu jeder Zeit die Augen offenhalten, da die Müritz für ihre felsigen Flachwasserstellen bekannt ist.

An der Müritz kann jeder segeln. Segler können mit der eigenen Ausrüstung anreisen oder diese mieten. Sowohl für Anfänger als auch für Erfahrene und Professionelle ist die Müritz ein Segel-Abenteuer.

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