Wer auf einem Boot unterwegs ist und über die Gewässer segelt, muss die Besatzung auch ans Ziel bringen. Beim Segeln gibt es verschiedene Methoden und Hilfsmittel, welche die Navigation und Orientierung während eines Segeltörns erleichtern. Ein guter Steuermann verlässt sich jedoch nicht blind auf die Daten, sondern ist auch mit dem klassischen Segel-Navigations-Verfahren vertraut.

Die Bestimmung der genauen Position des Bootes ist eine der wichtigsten Navigationsaufgaben beim Segeln. Aber auch die Ermittlung der optimalen Reiseroute sowie das Ausrechnen der Geschwindigkeit und des Kurses sind wichtig. Selbst unter schlechten Bedingungen wie Sturm und Nebel muss der Skipper immer den Durchblick behalten.

Verschiedene Methoden helfen bei der Navigation

In mehreren Jahrtausenden Seefahrtsgeschichte wurden unterschiedliche Methoden entwickelt, um sich anhand der Küste, der Gestirnen oder der Gezeiten auf dem Wasser orientieren zu können. Mit der Einführung der Satellitennavigationssysteme und des GPS lassen sich Lokationen heutzutage viel einfacher und genauer bestimmen.

Grafischer Kompass

Wichtiger als eine genaue Ortsbestimmung des Bootes ist es jedoch, sicher durch das Gebiet zu segeln. Der Gezeitenkalender, der Magnetkompass oder auch der Sextant zählen immer noch zu den wichtigsten Navigationsinstrumenten auf hoher See.

Auch Anfänger müssen den richtigen Umgang mit den Hilfsmitteln lernen. Die Navigation will geübt sein, daher nimmt sie bei jeder Segelschule einen erheblichen Teil des Lehrplans ein. Auch bei Prüfungen zu den verschiedenen Segelscheinen gibt es in Theorie und Praxis Aufgaben zur Segel-Navigation.

Standort bestimmen und die Umgebung im Blick behalten

Anhand der Bewegungsrichtung und der Geschwindigkeit ist es möglich, den Ort des Bootes ungefähr zu bestimmen. Hierzu werden ein Kompass zur Kursbestimmung, eine Logge zur Geschwindigkeitsbestimmung und ein Logbuch zur Datensammlung verwendet. Jedoch ist die Bestimmung des Standortes per GPS viel genauer. Daher hat die sogenannte Koppelnavigation einen eher ergänzenden Charakter.

Bei einer astronomischen Navigation wird die Position mittels Sextanten berechnet. Zu verschiedenen Zeiten werden Gestirnmessungen an Sonne, Mond oder Sternen vorgenommen und in Verbindung gesetzt. Diese Methode ist durch Satelliten und Funknavigation eher selten, aber kann beim Ausfall der Geräte immer noch notwendig werden.

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