Während eines langen Segeltörns bei niedrigen Temperaturen oder auf hoher See sind Segelhandschuhe ein unverzichtbares Ausrüstungsteil – und wer ständig mit Leinen und Tauen in Berührung kommt, sollte seine Hände ohnehin vor der Reibung schützen.

Wenn diese vor Nässe und kaltem Wind geschützt sind, wird die anfallende Arbeit dem Skipper direkt etwas leichter fallen. Die Handschuhe sollten den Anforderungen des Törns gerecht sein. Dabei sollte man auf die verschiedenen Materialien und Schnittformen achten, jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile.

Augen auf bei der Material-Wahl der Handschuhe

Segelhandschuhe müssen während des Törns großen Belastungen standhalten. Daher sollten die Segler auf bestimmte Eigenschaften achten. Im Vordergrund sollte dabei vor allem der Schutz vor Kälte, Nässe und Verletzungen stehen. Außerdem sollten die Handschuhe eine gute Griffigkeit gewährleisten und strapazierfähig sein. Die idealen Segelhandschuhe sind wasserdicht und trocknen schnell, damit die Hände warm bleiben und die Nässe nicht durchdringen kann.

Damit das gewährleistet werden kann, bestehen die meisten Segelhandschuhe aus Leder oder funktionalem Neopren. Jedoch kommt das auch immer auf den Törn und die Aufgaben an Deck an. Modelle aus Nylon könne für Törns im Sommer eine gute Wahl sein, diese sind lediglich zum Schutz der Hände und für leichte Tätigkeiten an Bord gedacht.

Geschlossene Handschuhe oder freie Finger?

Handschuhe für Segler gibt es in verschiedenen Modellen. Die üblichsten sind Halb-, Vollfinger- oder hybride Handschuhe. Bei Halbfingerhandschuhen liegt der vordere Teil der Finger frei. Dadurch bekommen Skipper bei der Arbeit an Bord mehr Gefühl und können beispielsweise Knoten besser lösen. Jedoch hat man bei diesem Modell keinen optimalen Wärmeschutz und die Finger frieren schnell oder werden nass.

Foto: carol_anne – stock.adobe.com

Bei schweren Aufgaben oder viel Reibung sollte man zu Vollfingerhandschuhen greifen. Diese bieten mehr Schutz und verschaffen mehr Grip bei Arbeiten mit Tauen oder Leinen. Bei hybriden Modellen liegen oft nur Zeigefinger und Daumen frei. Das ist ein Kompromiss aus Wärmeisolation und Feingefühl.

Beim Kauf von Segelhandschuhen ist wie bei jeglichem Equipment auch die Passform wichtig. Damit der Handschuh nicht rutscht, sollte er nicht zu groß sein, zu kleine Handschuhe beeinträchtigen die Bewegung und die Blutzirkulation. Am besten probiert man sie in einem Geschäft an oder bestellt Modelle in verschiedenen Größen mit Rücksendeoption.

Titelbild: romankosolapov – stock.adobe.com

Kommentar hinterlassen

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.