Der Cup bleibt in Neuseeland. Wieder einmal hat sich eine alte Regel des Cups — das schnellste Boot gewinnt — bestätigt. Zum vierten Mal gewinnt Neuseeland damit den America´s Cup, nach 1995, 2000 und 2017 nun auch 2021. Mit diesem 7:3-Sieg konnten die Kiwis den Cup zum zweiten Mal verteidigen und sich gegen die starke italienische Crew durchsetzen.

Es war insgesamt die 36. Austragung um die älteste Segeltrophäe der Welt. Für den 30-Jährigen Steuermann Peter Burling und seine Crew ist es sogar das zweite Mal in Folge, dass sie den Cup gewinnen konnten. „Es ist absolut unwirklich, es bedeutet für uns als Team die Welt“, sagte der Triumphator.

Das unterlegene italienische Team „Luna Rossa“ geht auch in seinem nun fünften Anlauf wieder leer aus. Das Team unterlag den Neuseeländern bereits vor 20 Jahren in denselben Gewässern, damals mit 5:0.

Das schnellere Boot

Die Neuseeländer hatten schlichtweg das schnellere Boot. Außerdem waren die Bedingungen während des Cups für die Kiwis sehr gut. Durch die Leichtwindbewegungen zwischen acht und zwölf Knoten waren sie auf allen Kursen etwa zwei Knoten schneller als die Italiener. Bei Geschwindigkeiten zwischen 30 und 40 Knoten sind das immerhin fünf bis siebeneinhalb Prozent und auch dieser kleine Vorsprung kann da schon einiges ausmachen.

Dennoch sah es zu Beginn des Cups so aus, als ob die italienische Crew mit ihrem Steuermannduo Francesco Bruni und Jimmy Spithill mit den Neuseeländern mithalten könnte. Denn ein ums andere Mal verschafften sich die Italiener einen Vorteil. Das Team zeigte den Neuseeländern, dass es durch die Siege gegen seine Herausforderer in der Vorbereitung im Zweikampfmodus geübt war.

Die Neuseeländer trainierten zum Beginn des Cup-Finals allein.So konnte das neuseeländische Team zwar an seinem Speedpotenzial arbeiten, verfügte aber nicht über die Erfahrung auf dem Rennkurs unter Wettkampfbedingungen. Daher schafften es die Neuseeländer in den ersten Rennen nicht, ihren Geschwindigkeitsvorteil auszunutzen. Waren die Italiener erst einmal vorne, gab es für ihre Gegner bei konstanten Bedingungen kaum Überholmöglichkeiten. So stand es nach den ersten sechs Wettfahrten 3:3.

Neuseeländer passen sich an

Das Team von Steuermann Burling passte sich aber schnell an die Situation an und konnte so rasch eine Führung aufbauen. Seine Überlegenheit zeigte die Mannschaft dann im letzten Rennen. Die Neuseeländer starteten rechts von den Italienern. Dicht an dicht warteten die Teams auf das Startsignal. Nachdem das Rennen gestartet war, rollte das neuseeländische Team sofort eine Wende nach rechts und setzte sich so vor die Italiener. Durch dieses Manöver blieben die Kiwis vorn und gaben die Führung auch nicht mehr ab. Zwar kämpften die Italiener wacker und hielten bis zum Leetor mit einem kleinen Rückstand mit. Ab dem Tor war es aber vorbei, denn die Neuseeländer zogen den Italienern davon und gewannen mit 46 Sekunden Vorsprung den America´s Cup.

Das Team aus Neuseeland fährt eine Wende

Neue Herausforderer für den 37. Cup

Wer der nächste Herausforderer wird, hängt davon ab, wer sich als „Challenger of Record“ durchsetzen kann. Dieses Mal war es das „Luna Rossa Prada Pirelli“-Team. Steuermann Francesco Bruni machte nach der Niederlage aber schon Andeutungen, dass es weitergehen werde.

„Ich bin mir sicher, dass es nicht vorbei ist für Luna Rossa, dass Patrizio Bertelli weitermachen wird.“

Doch das italienische Team ist nicht das einzige, das seine Ansprüche auf eine Herausforderung geltend machen wird. Auch das britische Team „Ineos UK“ und das amerikanische Team „American Magic“ dürften in den Startlöchern stehen, um in vier Jahren die Titelverteidiger herauszufordern.

(Foto: America’s Cup)

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