Als erster Skipper der neunten Austragung der Vendée Globe passierte der Spitzenreiter Yannick Bestaven das Kap Hoorn. Damit ist ein neuer Etappenerfolg geschafft und auch sein Verfolger tat es ihm gleich.

Am 2. Januar um 14.42 Uhr nach deutscher Zeit gelang Bestaven am Kap Hoorn der Übergang vom Pazifischen in den Atlantischen Ozean. Es ist das letzte und wichtigste Kap der härtesten Einhand-Weltumsegelung. Zum Zeitpunkt der Passage hatte er in etwa 160 Seemeilen Vorsprung vor dem derzeitigen Zweitplatzierten Charlie Dalin. Mit mehr als 30 Knoten Wind und starkem Seegang lenkte der Franzose die „Maître Coq IV“ vorbei an dem berühmten grauen Felsen. Nun kann Bestaven erst einmal durchatmen.

Die vergangenen Wochen im Südpazifik raubten einigen Skippern der Vendée Globe den letzten Nerv. Das tosende Meer und hohe Geschwindigkeiten können auf Dauer doch etwas erschöpfend sein. Umso mehr ein Grund für Bestaven das Ende dieser Turbulenzen und den Aufstieg in den Atlantik zu feiern. Das tat ihm sein Verfolger am darauffolgenden Tag gleich. Dalin passierte das Kap Hoorn am Sonntagmorgen um 5.39 Uhr nach deutscher Zeit. Somit ist er dem Führenden weiterhin auf den Fersen.

Weitere Skipper bis Montagabend am Kap Hoorn erwartet

Nachdem Bestaven und Dalin am vergangenen Wochenende den Anfang machten, werden bis Montagabend zwei weitere Skipper am Kap Hoorn erwartet: Der drittplatzierte Thomas Ruyant segelt derzeit in etwa 450 Seemeilen hinter dem Führenden und wird dabei weiterhin dicht verfolgt von Damien Seguin. Die beiden Skipper werden bei der Passage voraussichtlich Winden von mehr als 30 Knoten und sechs Meter hohen Wellen ausgesetzt sein.

Der deutsche Skipper Boris Herrmann ist über das Wochenende auf den achten Platz zurückgefallen. Er bewegt sich weiterhin in der Verfolgergruppe und wird in der Nacht von Montag auf Dienstag oder Dienstagmorgen am Kap Hoorn erwartet.

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