Man könnte meinen, dass der Sieger der diesjährigen Austragung der Vendée Globe bereits gekürt ist: Yannick Bestaven scheint unaufhaltsam in seiner Eroberung des Titels und segelt inzwischen mit mehr als 400 Seemeilen vor seinen Konkurrenten. Hinter ihm kämpfen gleich mehrere Skipper derzeit um den zweiten Rang.

Charlie Dalin liegt aktuell hinter Bestaven und duelliert seit einiger Zeit mit dem ebenso starken Thomas Ruyant. Zwischenzeitlich hatte Ruyant Dalin auf dem zweiten Platz abgelöst, was sich nach einigen Tagen jedoch wieder änderte. Auch Damien Seguin macht sich weiter Hoffnungen auf einen der vorderen Plätze und war ebenfalls bereits auf dem zweiten Platz zu sehen. Aktuell segelt er mit mehr als 300 Seemeilen im Süden von Dalin und Ruyant und ist deshalb schwieriger in den direkten Vergleich mit der Konkurrenz zu setzen.

Herrmannn kämpft sich wieder vor

Nachdem Herrmann bei der Passage des Kap Hoorn mit Reparaturen des Großsegels zu kämpfen hatte, ist er nun wieder gut auf Kurs. Von dem elften Platz konnte er sich in den letzten beiden Tagen auf den neunten vorkämpfen. Somit liegt er wieder vor der Deutsch-Französin Isabelle Joschke, die in den vergangenen Tagen auf den elften Platz zurückgefallen ist. Sie ist derzeit die stärkste Frau im Rennen der Vendée Globe.

Das könnte sich allerdings bald ändern, denn die Französin Clarisse Crémer preschte in den letzten Tagen ebenfalls gewaltig nach vorne und liegt nur einen Platz hinter Joschke. Nach der Passage des Kap Hoorn ist die Mehrzahl der Skipper nun im Atlantischen Ozean angekommen und hoffen auf der Zielgeraden noch einmal auf starke Leistungen, denn eins ist sicher: Auf den letzten Meilen kann sich noch einmal alles ändern. Bestaven liegt derzeit zwar in Führung, doch ihn erwarten in den kommenden Tagen starke Gegenwinde, was ihn einiges an Zeit kosten könnte.

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