Der ein oder andere Skipper hat in den vergangenen Tagen wohl selten ein Auge zumachen können. Sie trafen auf zwei Stürme, die es ordentlich in sich hatten. Nun geht es weiter und die Teilnehmer sollten ausreichend Kraft schöpfen, denn die Flotte nimmt langsam Kurs auf das Kap Leeuwin.

Mit 40 Knoten traf die Front auf den Führenden Charlie Dalin, der sich derzeit von den Strapazen erholt. „Es waren sehr ermüdende 24 Stunden. Es wird jetzt besser, aber diese Episode hat ihre Spuren hinterlassen“, so der 36-Jährige in einer Videobotschaft nach dem Sturm. Generell neige er dazu, sich selbst zu vernachlässigen und dem Boot und seiner Position im Rennen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Wieder einmal wird damit vor Augen geführt, welch enormen Bedingungen die Teilnehmer auf der Solo-Weltumseglung ausgesetzt sind. Trotz hoher Geschwindigkeiten von Dalin konnte sein derzeit engster Konkurrent zu ihm aufholen.

Thomas Ruyant nutzte das verringerte Tempo des Führenden aus und konnten so einige Seemeilen auf Dalin gutmachen. Somit liegt die „Linked Out“ von Ruyant nur noch 200 Seemeilen zurück. Auch Louis Burton holte zunächst auf, fiel nun jedoch zurück und liegt aktuell auf dem sechsten Platz. Der Franzose segelt südlicher als die anderen Teilnehmer und somit näher an der Eisgrenze. Der deutsche Skipper Boris Herrmann zeigt sich nach dem Sturm entspannter.

Herrmann weiterhin guter Dinge

Wie das Online-Magazin „Yacht“ berichtet, zeigte sich Herrmann in der Vendée-Globe-Live-Schalte nach einer erfolgreichen Nacht gut gestimmt. Derzeit liegt er auf dem achten Platz. Nach dem Sturm will der Skipper sich nun um die Reparatur seines beschädigten J2-Segels kümmern. „Ich freue mich auf die Reparatur, es ist immer schön, einen Job zu erledigen. Das ist ein Boost für die Moral“, so Herrmann von Bord.

Die Flotte nimmt nun Kurs auf Kap Leeuwin, das mit Sicherheit einige Überraschungen für die Teilnehmer parat hält. Deshalb sollten sie sich auf Reparaturen ihrer Boote und ausreichend Schlaf konzentrieren.

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