Die Teilnehmer der Vendée Globe nehmen Kurs auf Kap Hoorn und der Südpazifik präsentiert sich immer mehr von seiner nassen und brutalen Seite. Unter den Führenden ändert sich derzeit wenig, aber Boris Herrmann ist wieder auf der Überholspur.

Nach den flauen Weihnachtstagen, an denen alle zwar ein wenig entspannen, aber auch keine großen Meilen machen konnte, sah es in den letzten Tagen ganz anders aus. „Die letzten 24 Stunden war es sehr windig, die See sehr schlimm“, berichtete Damien Seguin von den vergangenen Tagen. Offenbar waren die Segler starken Turbulenzen und einer Härteprüfung im Südpazifik ausgesetzt. Seguin liegt aktuell auf dem dritten Platz hinter Yannick Bestaven, der weiterhin die führende Position hält, und Charlie Dalin. Das Kap Hoorn liegt für die Führenden nicht mehr in allzu weiter Ferne.

Hält Bestaven weiter so gut Kurs wie bislang, könnte er Rechnungen zufolge bereits am kommenden Samstag das Kap erreichen. Für Seguin würde mit dem Erreichen des Kaps in den Top Fünf ein Traum in Erfüllung gehen. „Es ist das, was ich wirklich versuchen werde zu tun. Ich brauche noch etwa eine Woche, um dahinzukommen. Es wird am Sonntag oder Montag so weit sein“, zeigt sich Seguin in einem Interview mit der Vendée Globe optimistisch.

Herrmann rückt auf den siebten Platz vor

Am Mittwochmorgen konnte sich Herrmann dank der starken Winde und hohen Geschwindigkeiten wieder etwas vorkämpfen und liegt derzeit auf dem siebten Platz. Damit hat er aktuell in etwa 250 Seemeilen Rückstand auf den Führenden. Es bleibt also weiterhin spannend auf der härtesten Einhandsegel-Regatta der Welt.

Eine weitere faszinierende Aufholjagd ließ sich in den vergangenen Tagen bei Jérémie Beyou beobachten. Der Franzose musste knapp eine Woche nach Start der Vendée Globe bereits an Land, um sein Boot nach einem Bruch zu reparieren und kämpfte sich nun auf den 18. Rang vor. Das Rennen kann der Skipper kaum noch gewinnen, allerdings könnte er mit seinen hohen Geschwindigkeiten die Bestzeit segeln.

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