Zwischenzeitlicher Führungswechsel, Boris Herrmann mit Gutschrift zeitweise auf dem ersten Platz, Charlie Dalin mit 20, 2 Knoten Durchschnittsgeschwindigkeit – dies sind nur einige Eindrücke der vergangenen Stunden auf der Vendée Globe.

Nachdem Dalins „Apivia“ Probleme mit den Foils aufwies, war Louis Burton plötzlich an der Spitze der Regatta. Doch Dalin gelang es, auf die Steuerbordseite zu halsen und kann das Rennen nun auf der Seite mit dem intakten Foil fortsetzen, was ihm direkt in die Karten spielte. In der vergangenen Nacht erhöhte er sein Tempo so stark, dass er mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20,2 Knoten über das Wasser segelte.

Heute Morgen lag er rund 70 Seemeilen vor Herrmann. Damit verlor der Deutsche in etwa 20 Seemeilen auf die „Apivia“ und das, obwohl er dank seiner Zeitgutschrift zwischenzeitlich rein rechnerisch sogar auf dem ersten Platz vor Dalin und Burton lag. Dalin musste nun allerdings wieder zurück auf Backbordbug halsen und segelt somit mit demselben Speed wie Herrmann. Allen Teilnehmern und Zuschauern ist eins bewusst: Diese Regatta wird bis zum Ziel noch einige nervenstrapazierende und spannende Momente bereithalten.

Das Rechnen mit den Zeitgutschriften beginnt

Noch kann niemand sagen, wer das Rennen gewinnt, denn die Abstände der führenden Boote sind so gering, dass es jeden Moment zu Positionswechseln kommen kann. Einen großen Beitrag zu der Ungewissheit leisten die Zeitgutschriften einiger Skipper der Vendée Globe, die an der Rettung von Kevin Escoffier beteiligt waren.

Herrmann verbucht sechs Stunden auf seinem Konto, die am Ende des Rennens von seiner Zeit abgezogen werden. Yannick Bestaven liegt derzeit auf dem fünften Platz hinter Thomas Ruyant und hat eine Gutschrift von mehr als zehn Stunden. Herrmann ist sich bewusst, dass sich die Rangliste auf der Zielgeraden noch einmal ordentlich verschieben kann. Auch Bestaven hat dabei die Chance, den deutschen Skipper rein rechnerisch zu überholen.

Foto: bios48 – stock.adobe.com

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