10 Tage sind die Teilnehmer der Vendée Globe nun bereits auf dem Wasser unterwegs. Der Nordatlantik verlangte den Skippern einiges ab und so mancher musste bereits die Rückreise antreten. Wie sieht es beim deutschen Segler Boris Herrmann aus?

Nebel, Flauten, Stürme – die erste Woche der Vendée Globe war eine harte Belastungsprobe für einige der teilnehmenden Skipper. Die Flotte segelte am Ausgang der Biskaya in eine Front mit Sturmböen, auf die kurz darauf die nächste folgte. Einige Teilnehmer stießen nach Westen vor und diejenigen mit langsameren Yachten entschieden sich für den südlichen Weg, um Einbußen im Tempo durch eine geringere Strecke wettzumachen. Durch die hohen Wellen sahen sich die Skipper gezwungen, langsamer und kontrollierter zu segeln. Doch das nächste Übel wartete bereits.

Gerade noch das Boot gebremst, stießen die Skipper hinter der Front auf eine Flaute. Ein Moment, der dem Franzosen Jérémie Beyou mit Sicherheit für immer in Erinnerung bleibt. Seine „Charal“ kollidierte mit einem Gegenstand und er musste aufgrund eines angebrochenen Ruders in den Hafen Les Sables d’Olonnes zurückkehren. Nach der Reparatur befindet er sich seit dem vergangenen Dienstag wieder auf dem Wasser, eine Aufholjagd ist für den Top-Favoriten jedoch nahezu aussichtslos.

Mast bricht: Ende für Nicolas Troussel

Zunächst überraschte Nicolas Troussel mit seiner neugebauten Yacht und dem hohen Tempo, das er an den Tag legte. Doch vergangenen Montag brach der Mast der „Corum L’Epargne“ und der Mitfavorit musste sich der Gewalt des Ozeans geschlagen geben.

Jérémie Beyou muste mit der “Charal” für Reparaturen wieder zurück in den Starthafen und liegt aktuell auf derm letzten Platz.

Der deutsche Teilnehmer Boris Herrmann hat ebenfalls eine turbulente erste Woche hinter sich. Die See schläft nie und so auch nicht der Skipper der „Seaexplorer“. In seinen täglichen Video-Updates berichtet der Deutsche von seinen bisherigen Erfahrungen auf der Vendée Globe. Aktuell liegt Herrmann auf Rang 8 und jagt, wie die anderen sechs vor ihm, den Führenden Alex Thomson. Dieser führt mit mehr als 85 Meilen das Rennen und hofft darauf, die Dominanz der Franzosen bei der Vendée Globe in diesem Jahr zu brechen.

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