Vor allem „Sail Away“ von Joe Cocker ist wohl für die meisten ein Begriff, wenn es um berühmte Songs geht, die sich das Segeln zum Thema gemacht haben. Auch den „Drunken Sailor“ kennen viele, wird er doch immer wieder neu interpretiert und von anderen Künstlern gesungen. Neben den Klassikern gibt es aber auch einige unentdeckte Schätze an Segelliedern.

Randy Newman stimmt in seinem Segellied äußerst kritische Töne an, mit der Sängerin Enya geht es um einen Segeltörn um die Welt.

Randy Newman – „Sail Away“

1972 veröffentlichte Newman das Album „Sail Away“ mit der gleichnamigen Single. Mit dem Lied zeigte sich der US-Amerikaner sehr nachdenklich. In der Klavierballade geht es um Sklavenhandel. Der Protagonist, ein Sklavenhändler, versucht Afrikaner davon zu überzeugen, an Bord seines Schiffes zu steigen und nach Amerika, ins gelobte Land zu segeln.  

Newman sagte selbst über diesen Text, dass er damit auf Missstände hinweisen wolle. Aber das nicht plakativ, sondern eben verpackt in einer Geschichte. Er macht das Thema nicht offensichtlich, Sklaverei wird mit keinem Wort erwähnt.

Einen direkten Hinweis darauf gibt die letzte Liedzeile: „Wir werden den mächtigen Ozean in die Charleston Bay überqueren.“ In der Bucht in South Carolina fand ein Großteil des Sklavenhandels statt.

Enya – „Sail Away“

Das Lied „Sail Away“, auch als „Orinoco Flow“ bekannt, wurde 1988 von der irischen Sängerin Enya herausgebracht. Der melodische Pop-/New-Age-Song ist vor allem durch seinen einfachen Refrain bekannt. Denn er besteht nur aus Wiederholungen der Worte: Sail Away.

Der Song nimmt alle Zuhörer mit auf eine imaginäre Reise rund um die Welt. Da „Sail Away“ in einem Orinoco-Tonstudio in London entstand, startet die Reise am Orinoco, einem Fluss in Südamerika.  Von dort geht es weiter zu den Pazifik-Inseln und in die Antarktis. Nach der Küste Schottlands endet der Törn in Afrika.

Titelbild: NDABCREATIVITY – stock.adobe.com

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