Yannick Bestaven zählte vor Beginn nicht zu den Top-Favoriten der Vendée Globe und sorgte genau deshalb für eine freudige Überraschung. Wer ist der Sieger der härtesten Einhand-Segel-Regatta der Welt?

Sturheit – das ist es, was Yannick Bestaven einerseits als seine größte Stärke und andererseits als seine größte Schwäche bezeichnet. In der Reise um die Welt haben der Kampfgeist und das Durchhaltevermögen ihm jedenfalls geholfen, denn insbesondere im Indischen Ozean erwies er sich als einer der stärksten Teilnehmer der Regatta. Neben Charlie Dalin war Bestaven einer der beiden Skipper, die das Rennen um die Welt am häufigsten angeführt hatten. An 26 Tagen und somit 32 Prozent der Vendée Globe lag der Segler an der Spitze der Flotte. Dass er mit den Größen des Segelsports mithalten kann, stellte er also schnell unter Beweis.

Abbruch bei der Vendée Globe 2008

Ganz anders lief das allerdings, als er 2008 zum ersten Mal bei der Vendée Globe an den Start ging. Damals brach der Mast seiner Yacht bereits in der Biskaya und zwang den Skipper in die Knie. Seitdem war er bis 2020 nicht mehr im Teilnehmerfeld zu sehen und nahm sich offenbar die Zeit, um ausreichend für die Weltumsegelung zu trainieren. Und die intensive Vorbereitung zahlte sich offensichtlich aus: Sein Comeback konnte der Franzose in diesem Jahr dann gebührend feiern.

Yannick Bestaven auf seiner Maître Coq VI bei der Vendée Globe

An den Segelsport wurde er bereits in jungen Jahren herangeführt, bis er 2000 Yves Parlier begegnete, der ihn an den transozeanischen Wettbewerb heranführte und bis heute als sein Mentor fungiert. Seit 20 Jahren ist Bestaven also als Offshore-Segler aktiv und gewann 2001 die Mini-Transat. Seit seiner Aufgabe bei der Vendée Globe 2008 nahm er an kleineren Regatten teil und machte sich seit 2019 mit der Maître CoQ IV vertraut, mit der er in diesem Jahr den Sieg einfahren konnte. Neben seiner aktiven Segeltätigkeit führt der 48-Jährige das Unternehmen „Watt & Sea“, das Hydrogeneratoren entwickelt, welche sich auch auf einigen der Imocas finden lassen.

Fotos: Vendée Globe

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